Mit der Reiki-Einweihung bekommst du einen Anschluss an die spirituelle Lebensenergie. Du kannst dir jederzeit Reiki geben, dich entspannen, dich regenerieren, deine Batterien aufladen. Eigentlich dürfte es also gar keinen Grund geben, sich erschöpft zu fühlen. Und trotzdem höre ich genau diese Frage immer wieder. Besonders von Menschen in helfenden Berufen, in der Pflege, in der Massage oder von denen, die in der Familie immer für alle da sind.
Zuerst: Müdigkeit nach Reiki ist oft ein gutes Zeichen 眠
Bevor wir zu den zwei Gründen kommen, eine wichtige Unterscheidung. Wenn du sehr gestresst bist, zu wenig schläfst und dann Reiki bekommst, kann es sein, dass du dich stark entspannst und erst einmal müde wirst. Das ist kein Problem. Reiki zeigt dir einfach, dass du Entspannung brauchst. Deshalb eignet sich Reiki auch so gut zum Einschlafen.

Bei uns zu Hause machen wir abends unsere Praxis mit Kuji Kiri. Danach sind wir richtig platt und schlafen gut. Der Körper braucht nach intensiver Praxis Zeit, um das Erlebte zu ordnen. Diese Müdigkeit meine ich nicht. Ich meine das Gefühl, leer zu sein, obwohl du doch eigentlich eine Kraftquelle hast.
Grund 1: Die Einweihung trägt nicht 授
Wenn du richtig eingeweiht bist, gibst du beim Handauflegen nicht deine eigene Energie ab. Die spirituelle Lebensenergie kommt über das Kronenchakra herein, fließt durch deinen Körper und aus deinen Händen wieder hinaus. Du bist der Kanal, nicht der Speicher. Ich erlebe es sogar so, dass ich nach einem vollen Arbeitstag am Abend noch mehreren Menschen Reiki geben kann und mich danach wieder aufgeladen fühle. Denn wer gibt, bekommt selbst auch etwas ab.

Einweihungen sind komplex, vieles wurde lange geheim gehalten, und verlässliche Unterlagen gab es kaum. Wenn so etwas über viele Generationen von Mensch zu Mensch weitergegeben wird, kann sich mit der Zeit einiges verändern, egal in welcher Linie und in welchem Land. Kleine Abweichungen sind vielleicht nicht schlimm. Werden es mit der Zeit immer mehr, geht der Kontakt zur Linie und zur Energie nach und nach verloren.
Eine Einweihung, die nicht trägt, ist ähnlich wie keine Einweihung. Wer dann anderen die Hände auflegt, kann seine eigene Lebensenergie abgeben, genau die Kraft, die er für seinen Alltag braucht. Ein deutliches Zeichen: Du legst die Hände auf und bist danach völlig erschöpft. Wenn du noch jung bist, merkst du das vielleicht nicht sofort. Mit den Jahren wird es meist deutlicher.
Wenn du diesen Verdacht hast, lohnt es sich, die Einweihung nachzuholen oder auffrischen zu lassen.
Grund 2: Reiki ist kein Schutzschild 盾
Der zweite Grund betrifft auch Menschen, deren Einweihung völlig in Ordnung ist. Reiki ist kein Schild, das dich vor allem bewahrt, und keine Pille, die du einwirfst, damit du so weitermachen kannst wie bisher. Reiki zeigt dir, was ist. Und es unterstützt dich, wenn du es regelmäßig praktizierst und gut für dich sorgst.
Ein Irrtum begegnet mir dabei oft: die Idee, man könne mit Reiki einfach die eigenen Energiespeicher wieder auffüllen, eine halbe Stunde auf die Nieren, und weiter geht’s. So funktioniert es nicht. Reiki wirkt eher regulierend und reinigend. Es schenkt Entspannung und Kraft, aber es ersetzt nicht den Schlaf, den du dir nicht gönnst.
Interessant wird es bei der Frage, warum jemand mehr tut, als er kann. Sehr oft liegt der Grund nicht in der Firma, sondern in der Kindheit. Wer oft gehört hat „Das schaffst du nicht“ oder „Aus dir wird nichts“, trägt manchmal ein Programm in sich, das ständig sagt: Ich muss es allen beweisen. Und für diese Idee vernachlässigt man Körper, Geist und Seele.
Reiki hilft dir niemals dabei, den Holzweg weiterzugehen. Reiki lädt dich ein, deinen Weg des Herzens zu finden.
Mikao Usui hat Reiki als spirituellen Weg verstanden. Zu diesem Weg gehört auch zu erkennen, dass es nicht darum geht, sich auszubrennen. Du bist gut, so wie du bist. Und in dem Moment, in dem du anfängst, deinen eigenen Weg zu gehen, kommt meiner Erfahrung nach auch die Kraft zurück.
Was du konkret tun kannst 行
- Praktiziere täglich für dich selbst. Zum Beispiel morgens vor dem Aufstehen, wie ich es im Artikel über Reiki am Morgen beschreibe.
- Schau ehrlich hin. Warum mache ich so viel? Wem will ich eigentlich etwas beweisen?
- Arbeite mit Affirmationen. Zum Beispiel: „Ich bin frei von der Idee, es allen beweisen zu müssen.“ In Shingon Reiki verbinden wir solche Sätze mit einer eigenen Mentaltechnik.
- Lass weg, was dich auslaugt. Neue Kraft verpufft, wenn du sofort in die alten Muster zurückfällst.
- Prüfe deine Einweihung, wenn du dich nach dem Handauflegen regelmäßig leer fühlst.
Und ganz klar: Wenn du dich dauerhaft erschöpft fühlst, lass das ärztlich abklären. Reiki und spirituelle Praxis ersetzen keine medizinische Hilfe. Sie können dich auf deinem Weg begleiten.
Shingon Reiki 1
Wenn du spürst, dass deine Einweihung nicht trägt, oder wenn du ganz neu beginnst: In Shingon Reiki 1 empfängst du die Einweihung in den ersten Grad, mit allem, was du für deine tägliche Praxis brauchst.
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