Reiki-Symbole

 

Bist Du ein Reiki Gamechanger? Woran Du das erkennen kannst? Schau mal, ob Folgendes auf Dich zutrifft:

  • Du interessierst Dich für Reiki?
  • Du bist spirituell und gleichzeitig bodenständig?
  • Außerdem bist Du mitfühlend und hast ein offenes Herz?
  • Du willst wirklich etwas bewegen und Verantwortung für Dein Leben und Dein Glück übernehmen?
  • Anstatt Dein Leben zu verträumen willst Du Deine Träume leben?
  • Du brichst auch mal bestehende Regeln?
  • Am liebsten möchtest Du die Welt verändern – und bist bereit, bei Dir zu beginnen?

Herzlich willkommen, Du bist hier genau richtig bei den Reiki Gamechangern.

Reiki-Schriftzeichen - Dr. Mark Hosak

Die Shingon Reiki Schriftzeichen

Shingon Reiki ist einer von mir erfundene Wortkombination aus vier chinesischen Schriftzeichen. Die Shingon Reiki Schriftzeichen setzen sich aus den japanischen Worten Shingon und Reiki zusammen. Die Reiki Schriftzeichen werden hier erklärt und bedeuten Spirituelle Lebensenergie. Shingon hingegen bedarf einer näheren Erklärung.

Shin bedeutet Aufrichtigkeit, Tatsache und Wahrheit. Bei den chinesischen Schriftzeichen ist es so, dass es gleichzeitig auch aufrichtig, wahrhaftig und wahr heißen kann.

Gon bedeutet Rede, Sprache und Wort.

Shingon bedeutet wirklich wahre Worte oder aufrichtige Sprache. Im Japanischen ist es aber gleichzeitig der Begriff für Mantras und Siddham. Mantras sind einzelne oder aneinander gereihte Silben, die, wenn man sie ausspricht, nicht nur einen Klang, sondern auch eine spirituelle Wirkung mit sich bringen. Siddham sind die Schriftzeichen der einzelnen Silben in den Mantras. Genau genommen handelt es sich dabei um eine Ritualschrift, aus der sich im Laufe der Jahrhunderte das geschriebene Sanskrit entwickelt hat. Daher lassen sich die Siddham eher als magische Symbole bezeichnen. Aus einem dieser Siddham hat sich auch das Mental-Heilungs-Symbol des des zweiten Grades des Usui Reiki entwickelt.

Überdies ist Shingon auch noch der Name der Shingon-Schule des japanischen  Esoterischen Buddhismus. Übrigens sind die Begriffe esoterisch, tantrisch und okkult Synonyme aus dem Griechischen, Sanskrit und Lateinischen und bedeuten immer verborgen oder geheim.

Mikao Usui war Mönch der Tendai-Schule. Diese kommt ursprünglich aus China und hat erst in Japan im neunten Jahrhundert die Inhalte des Tantrischen Buddhismus aus der Shingon-Schule übernommen. Daher sind die buddhistischen Quellen des Usui ursprünglich auch aus der Shingon-Schule. Über das Thema, warum Usui gerade Mönch der Tendai-Schule war, ließe sich ein eigener Vortrag halten.

Doch kommen wir wieder zurück. In Kombination bedeuten die Shingon Reiki Schriftzeichen nun:

  1. Wahre Worte der spirituellen Lebensenergie
  2. Reiki mit Mantras und Siddham (Symbolen)
  3. Spirituelle Lebensenergie mit heiligen Lauten und Symbolen

Schaut man sich das inhaltlich an, lässt sich leicht erkennen, dass es sich beim Begriff Shingon Reiki nicht um die Inhalte des ersten und zweiten Grades Reiki handelt. Und zwar ist das einmal die Reiki-Kraft, die über die Hände übertragen wird und zum anderen die Symbole, die gleichzeitig eine Aussprache haben.

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Reiki Gamechanger

Seiheki – das Reiki-Symbol der Mentalheilung

Siddham – eine alt-indische Ritualschrift

Die Siddham-Schrift sind Schriftzeichen aus dem altindischen Sanskrit. Man kann sagen, dass sie die Schrift des Sanskrit ist und dass Sanskrit die Grammatik und Sprache darstellt.

Siddham im Buddhismus

Siddham Hrih des Shingon ReikiAls die buddhistische Lehre (Sanskrit: Dharma) in Sanskrit als heilige Texte (Sanskrit: Sûtras) niedergeschrieben wurde, verwendete man die Siddham-Schrift als Alphabet. Darüber hinaus wird der Form und dem Klang einzelner Siddham ein heiliger und symbolischer Sinngehalt zugeschrieben. In diesem Fall spricht man von Keimsilben (Sanskrit: Bîjas). Mehrere Bîjas bilden ein Mantra, als wirkungskräftig geltender Spruch, zur Rezitation in RitualenIn Dhâranîs, die eine ähnliche Funktion wie die Mantras haben, aber gleichzeitig auch inhaltlich einen Sinn aufweisen, werden sie als Alphabet und Bîjas gemeinsam verwendet. Bei der Übersetzung der Sûtras ins Chinesische sind die mit den Ritualen im Zusammenhang stehenden Siddham bzw. Bîjas nicht in chinesische Schriftzeichen kanji 漢字 transkribiert worden, weil sie in ihrer Form und Aussprache erhalten bleiben müssen, damit sie in Ritualen und Meditationen eine Wirkung aufweisen können.

Siddham und Reiki

Siddham Säule für Rituale der Heilung

Siddham Säule Creative Commons Lizenzvertrag

In der Heilkunst des traditionellen Usui Reiki werden Symbole zur erweiterten Anwendung von Reiki benutzt. Das Symbol zur Mentalheilung geht auf das Siddham Hrih zurück. Im Shingon Reiki krönt das Hrih das Logo und spielt eine zentrale Rolle in der Geistheilung, der Purifikation, dem Weg der Erleuchtung und in der buddhistischen Sterbebegleitung.

Entwicklung der Siddham-Geschichte

Zur Siddham-Geschichte gibt es mehrere Auslegungen von Forschern. Siddham sind die Zeichen des Sanskrit in einer alten Form, die sich aus den indischen Brahmi-Schriften entwickelt hat. Zwischen dem 3. Jahrtausend vor Chr. und dem 8. Jahrhundert sollen mehrere hundert Brahmi-Schriften entstanden sein. Wegen ihrer Ähnlichkeit wird auch davon ausgegangen, dass die Siddham-Geschichte möglicherweise auf die aramäischen Schriften zurückzuführen sei.

Aus den Siddham hat sich dann die Schrift Devanagiri entwickelt, mit der heute Sanskrit geschrieben wird. Einzelne Siddhaṃ nennt man in Japan Keimsilben shuji 種子 oder indische Zeichen bonji 梵字. Die Transliteration ins Japanische des Sanskrit-Wortes Siddhaṃ ist shittan 悉曇.

Der Siddham Begriff ist dadurch entstanden, dass eine Fibel zum Erlernen dieser Schrift, den Namen Siddham trug und dann im Laufe der Zeit zum Namen der Schrift wurde. Siddham bedeutet: Möge es perfekt sein, Perfektion, Vollendung.

Im Rahmen der Schrift des Sanskrit sind es einfach nur Zeichen zum Schreiben der Sprache Sanskrit, so wie das Alphabet im Westen, wobei den einzelnen Zeichen genauso wie im Alphabet, keine weitere Bedeutung zukommt. Eine Bedeutung entsteht erst dann, wenn mehrere Zeichen zu einem Wort aneinander gereiht werden. Darauf bezieht sich wohl die Siddham-Geschichte der Schrift für eine Sprache.

Siddham Keimsilben

Die Siddham als Keimsilben sind ursprünglich zwar die gleichen Siddham-Zeichen, haben aber jedes für sich eine tiefere Bedeutung. In einigen Schriftsystemen der Welt, wie bei den Siddham oder chinesischen Zeichen, wurden diese ursprünglich nicht zum Schreiben einer Sprache benutzt, sondern als heilige Symbole in Ritualen. Folglich haben sich die Siddham erst später zu einer Schrift einer Sprache entwickelt.

Die Siddham werden Keimsilben genannt, weil in ihnen der Keim oder die Essenz einer Kraft schlummert, die mittels Meditationen und Ritualen geweckt werden kann. Ursprünglich stammen sie aus den Veden der brahmanischen Religion. Später wurden sie vom Hinduismus und Tantrischen Buddhismus übernommen. Im Hinduismus werden sie heutzutage insbesondere in Bali und in einen Praktiken des Yoga verwendet. Im Esoterischen Buddhismus, auch tantrischer Buddhismus genannt, sind sie ein essentieller Bestandteil in Meditationen und Ritualen der Heilung sowie Erweckung des Herzens der Erleuchtung auf dem Weg der Buddhaschaft. Sie können für Rituale Lebender, Verstorbener und für weitere Zwecke verwendet werden.

Tantrischer Buddhismus – Buddhismus in Japan

Der Tantrische Buddhismus entwickelte sich gegen Mitte des 7. Jahrhunderts in Indien. Zwar gab es ihn schon vorher, jedoch wurde er erst in dieser Zeit niedergeschrieben. Von da an dauerte es nicht lange, bis ihn einige indische Mönche aus der buddhistischen Universität in Nalanda nach China überlieferten. Dort wurden die indischen Sutras dann auch ins Chinesische übersetzt.

Von China aus reisten ab dem 8. Jahrhundert indische und chinesische Mönche nach Japan, um zu lehren und es kamen auch japanische Mönche nach China, um von den dort ansässigen Mönchen zu lernen. Auf diesem Wege gelangten zahlreiche Dokumente, Skulpturen und Ritualgeräte nach Japan. Da in China verschiedene Strömungen Fuß fassten, konnten Japaner diese unverfälscht aus erster Hand lernen. Dies wurde intensiv bis in das Jahr 894 praktiziert.

Japan ist ein Land, in welches über die Jahrhunderte immer wieder kulturelle und spirituelle Güter eingeführt und integriert wurden. Zudem gehört Japan zu den wenigen Orten weltweit, wo Spirituelles bis heute auf traditionelle Weise und japanisierte praktiziert wird, ohne dass diese Inhalte durch neuere Einflüsse verdrängt wurden. Insofern konnte dort die Magie der Siddham über die Zeit überleben.

In den Lehren des Tantrischen Buddhismus liegt der Schwerpunkt der Siddham auf der Anwendung̣ in Ritualen, als magische Keimsilben und Bannsilben, die für die Anrufung von Heilsgestalten  und zur Erweckung von Kräften genutzt werden.

Artefakte

Im Laufe der Jahrhunderte kam es in der japanischen Siddham-Geschichte zur vermehrten Darstellung der Siddham in der japanischen Kunst. Zu der Malerei, Skulptur, Architektur, Ritualgeräte und sogar Schwerter gehören. Dabei ist das wohl am häufigsten auftretende Siddhaṃ, das Hriḥ des Amida 阿弥陀 auf Pagoden und Stelen, welches in der Regel für Totenrituale benutzt wurde. Diese Artefakte konnten im Gegensatz zu Papier und Holz die Zeit einfacher überdauern.

Ohne diesen Zusammenhang zu beachten, wird vielseitig angenommen, dass das Siddham Hriḥ ausschließlich mit Totenritualen zu tun hat. Dem ist jedoch bei genauerer Betrachtung und Einlassen auf die Lehren des Tantrischen Buddhismus nicht so. Es gibt sowohl Rituale für Lebende, als auch für Verstorbene.

Das hängt damit zusammen, dass jeder Heilsgestalt, wie etwa Buddhas und Bodhisattvas, je ein Siddham zugeordnet ist. Dem entgegen ist es aber möglich, dass ein Siddham auf mehrere Heilsgestalten angewandt wird. Somit ist der Buddha Amida für das Jenseits zuständig, während andere Heilsgestalten für das Diesseits und Jenseits auftreten.

Die Erforschung der Siddham

Bei den Siddham handelt es sich um ein wenig erforschtes Gebiet. Einerseits werden sie zum Beispiel in Japan, im Rahmen des tantrischen Buddhismus, häufig in Ritualen und Meditationen verwendet. Andererseits bekommt man sie selten zu Gesicht, weil ihre Anwendung eher als geheim eingestuft wird. Fragt man Mönche in Japan nach den Siddham und ihrer Anwendung, erhält man teils diffuse Antworten. Manche Mönche tun so, als würden sie darüber nichts wissen, weil sie ihr Wissen nicht preisgeben wollen. Andere hingegen wissen wenig, da sie noch nicht so weit ausgebildet sind und nur einige wenige sind bereit, konstruktiv darüber zu sprechen. Auffällig ist in japanischen Tempeln und Buchhandlungen, dass es einiges an Souvenirs und Bücher zu den Siddham gibt. Vor einigen Jahren existierte sogar ein Siddham Boom, was Mode und Design anbelangt.

Siddham in der japanischen Kunst

Was die japanische Kunst betrifft, so tauchen die Siddham insbesondere seit dem 11. Jahrhundert in allen Gattungen der Kunst auf. Ein bisher kaum erforschtes Gebiet.

Was ihre Erforschung betrifft, lag der Trend bisher vornehmlich auf der Analyse der stilistischen und ikonographischen Entwickelung einzelner Gattungen, weniger jedoch auf der Funktion und Anwendung in Ritualen und Meditationen. Von daher sieht Dr. Mark Hosak, dass es an der Zeit ist, den Fokus der Forschung auf die Funktion der Siddham auf Kunstobjekten in Ritualen und Meditation zu lenken. Zum Thema Die Siddham in der japanischen Kunst in Ritualen der Heilungsh hat Dr. Mark Hosak Dissertation geschrieben.

Mit der Ausbreitung des Buddhismus kamen die Siddham nach Japan. Bisher wurde angenommen, dass die Siddham zu Beginn des neunten Jahrhunderts mit den Geheimlehren mikkyô 密教 des tantrischen Buddhismus nach Japan eingeführt wurden. Bei der Erörterung der Geschichte der Siddham stellte Dr. Mark Hosak fest, dass die Siddham  schon erheblich früher nach Japan gekommen sind. Das wirft die Frage auf, ob es sich bei den Siddham tatsächlich nur um ein Phänomen des Tantrischen Buddhismus oder etwa um eine schulenübergreifende Erscheinung handelt.

Siddham in der praktischen Anwendung

Im Shingon Reiki und in der Buddhistischen Heilkunst nach Dr. Mark Hosak werden die Siddham für die geistige Heilung, spirituelle Entwicklung und für das Erwecken innerer Kräfte gelehrt. Hier eine Auswahl der Seminare zum Einstieg:

 

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Team Mark und Eileen 2. Grad Shingon Reiki 1. Grad Shingon Reiki Shingon Wochen 2021 Reiki Gamechanger

Das Projekt Reiki Gamechanger – was bisher geschah…

Normal war plötzlich gestern

Bis März 2020 war bei uns alles fast normal. So normal wie es an einem so schönen Ort wie dem Shingon Institut zwischen Buddhas, Wölfen, Drachen, jahrhundertealten Schriften und jahrtausendealten Kristallen sein kann. So normal wie das Leben von abenteuerlustigen Gamechangern eben sein kann.

An den Wochenenden fanden Seminare zu Reiki und seinen Nachbardisziplinen statt. Durch die Corona-Pandemie änderte sich unsere Lebenswirklichkeit schließlich genauso schlagartig wie Deine vermutlich auch.

Durch den Lockdown waren keine Seminare live vor Ort mehr möglich, parallel trafen Nachrichten aus der ganzen Welt ein von Menschen, die sich gerade jetzt dringend wünschten, Reiki lernen zu können. Es war eine harte Zeit, doch wir nutzten sie so konstruktiv wie möglich und dabei ging uns das eine oder andere Licht auf.

Bisher war Usui Reiki weitgehend eine analoge Methode und dafür gab es gute Gründe. Begegnung und Berührung sind für das körperliche und seelische Wohlergehen eines Menschen von großer Bedeutung, jedoch vereinsamen in unserer modernen Lebenswelt viele Leute zunehmend.

Daher hatte es Sinn, eine Methode, bei der unter anderem die Hände aufgelegt werden, in Gruppen vor Ort zu unterrichten. Ein ganzes Wochenende sich Reiki geben, anderen Reiki geben und viel Reiki empfangen – das ist einfach nur wundervoll.

Einweihungen

Dann gibt es noch das Thema Reiki-Einweihungen. Dafür ist die physische Präsenz des Lehrenden und der Teilnehmenden in einem Raum zwar überhaupt nicht erforderlich, aber man hat es eben bis auf wenige Ausnahmen so gemacht.

Immerhin ist eine Reiki-Einweihung ein ganz besonderes Erlebnis für alle Beteiligten und so wurden die Einweihungen auch zelebriert. Zudem ist eine Reiki-Einweihung über die Ferne komplexer und erfordert noch mehr Verantwortungsbewusstsein, noch mehr Übung und noch mehr Kompetenz vonseiten des Lehrenden als die Einweihung in körperlicher Präsenz.

Corona stellte jedoch alles infrage und je mehr wir nachdachten, desto mehr erkannten wir, dass bei Reiki Handlungsbedarf besteht und zwar nicht nur wegen der Pandemie.

Reiki völlig neu denken

Für die Reiki-Seminare musste diesbezüglich freilich schnell eine Lösung gefunden werden, denn Mark gehört seit 20 Jahren zu den seltenen Exemplaren der hauptberuflichen Reiki-Lehrer und unter seinen Studierenden gibt es Menschen, die Reiki dringend benötigen. Wie in vielen anderen Bereichen wurde auf online umgestellt.

Ein Vorteil davon war, dass auch Menschen, die mittlerweile auf anderen Kontinenten wohnen, wieder an den Seminaren teilnehmen konnten. Mikao Usui, der Begründer der Reiki-Methode, wünschte sich, dass Reiki sich auf der ganzen Welt verbreitet. Uns kam der Gedanke, dass der Zugang zu Reiki für viele Menschen bisher erschwert oder sogar gar nicht möglich war.

Zum Beispiel wünschten sich Menschen aus Amerika, Australien und Indien, Kurse bei Mark zu besuchen. Bisher hätten sie dafür nach Eberbach reisen oder ein Seminar mit genügend Teilnehmenden in ihrer Heimat organisieren müssen, um beim Reiki-Lehrer ihrer Wahl lernen zu können.

Dann gibt es Menschen, die aufgrund von schwerer Krankheit oder gesundheitlichen Einschränkungen gar nicht zu Reiki-Seminaren kommen können. Gerade für sie wäre aber eine Methode, die die Selbstheilungskräfte aktiviert und Menschen befähigt, in jeder Lebenslage sich selbst etwas Gutes tun zu können, sehr hilfreich.

Veränderungen

Auf Mikao Usuis Gedenkstein steht, dass es bei Reiki wichtig ist, den Hilfsbedürftigen sehr viel zu helfen. Um ehrlich zu sein, waren wir erstaunt, dass uns all diese Gedanken bisher noch nicht gekommen waren und dass erst die Corona-Krise uns diesbezüglich die Augen öffnete.

Wir erkannten, dass Reiki live vor Ort zu lehren, heute nicht mehr ausreicht. Aufgeben wollten wir die Seminare vor Ort aber auf keinen Fall und daher beschlossen wir, das Seminar-Angebot zu ergänzen. Aufgrund des Lockdowns waren im Frühling 2020 Online-Live-Seminare der erste Schritt.

Anstatt im Seminarraum des Shingon Instituts zu sitzen, fanden die Seminare nun im virtuellen Raum statt. Das Echo war zunächst gemischt: Für einige Teilnehmende, die bisher Seminare vor Ort besucht hatten, war die Online-Variante eher eine Corona-bedingte Notlösung.

Vor allem für diejenigen, die eine sehr lange Anfahrt haben, eröffneten sich aber ganz neue Möglichkeiten. Dadurch, dass sie plötzlich bequem von zu Hause aus teilnehmen konnten, hatten sie viel öfter die Gelegenheit, ein Seminar zu besuchen.

Deutsch- und englischsprachige Fans aus anderen Ländern und Kontinenten waren über das Online-Angebot begeistert. Nachdem sie teilweise jahrzehntelang Marks Bücher studiert hatten, gab es endlich die Gelegenheit, ihn online live zu erleben.

Herausforderungen und Chancen

Schon bald trat hierbei eine neue Herausforderung zutage: die Zeitverschiebung. Es war nahezu unmöglich, für alle „normale“ Zeiten zu finden. Besonders tapfere und engagierte Teilnehmende machten an Seminartagen die Nächte durch, was wir bewundern und wofür wir sehr dankbar sind.

Trotzdem wollten wir gerne eine weniger anstrengende Lösung finden und begannen intensiv, uns mit aufgezeichneten Onlinekursen zu beschäftigen. Das ist auch insofern praktisch, da Mark aus dem Stegreif 150 Seminare unterrichten kann und Jahre brauchen würde, um diese alle live anzubieten.

Mittlerweile gibt es Marks ersten aufgezeichneten Onlinekurs „Geheime Reiki-Techniken“ als Testversion, in dem er Dir zeigt, wie Du Deine Reiki-Fähigkeiten trainieren und Deine Möglichkeiten mit Reiki enorm erweitern kannst.

Auch sind Aufzeichnungen von Seminaren in Arbeit, die durch Live-Coachings ergänzt werden, damit Teilnehmende aus anderen Ländern nicht mehr unbedingt die Nacht durchmachen müssen.

Außerdem mussten diejenigen, die sich für ein Seminar interessierten, aber an dem entsprechenden Termin keine Zeit hatten, meistens ein bis zwei Jahre auf die nächste Gelegenheit warten. Auch in diesem Punkt wird das Lernen durch Onlinekurse einfacher, flexibler und – das hoffen wir ganz stark – fröhlicher für alle Beteiligten.

Reiki im 21. Jahrhundert

Mark beschloss während des zweiten Corona-Lockdowns, Meister- und Lehrerkurse für Reiki-Online-Seminare inklusive seiner Online-Einweihungen anzubieten. Insgesamt haben aufgrund großer Nachfrage bereits vier solcher Seminare stattgefunden.

Mittlerweile sehen die meisten in den Online-Seminaren mehr als nur eine Notlösung. Viele Teilnehmende berichten, dass sie sich in Online-Seminaren besser konzentrieren können. Das passt zu unserer Beobachtung, dass online eine größere Menge an Inhalten vermittelt werden kann als in Seminaren vor Ort.

Auch für Hochsensible sind die Onlinekurse sehr vorteilhaft, da sie hier nicht so vielen Reizen ausgesetzt sind wie bei einer Teilnahme vor Ort. Momentan freuen wir uns, dass endlich auch wieder Seminare vor Ort möglich sind.

Am besten gefällt es uns, wenn jeder es sich einfach aussuchen kann, ob er online oder vor Ort teilnehmen möchte. Wir finden die ganze Entwicklung sehr spannend und freuen uns auf weitere Seminare, vor Ort und online.

Reiki Gamechanger

Wem wir Reiki zu verdanken haben – der geniale Gamechanger Mikao Usui

Das Samurai-Multitalent

Heute erhalten wir unsere Reiki-Einweihungen meistens in einem Seminarraum. Dafür, dass wir es so bequem haben, hat Mikao Usui große Mühen auf sich genommen und sogar sein Leben riskiert.

Stell Dir vor, Du meditierst asketisch im März drei Wochen unter Bäumen und Wasserfällen in einem Gebirge, wo es Bären, Schlangen und angeblich sogar Waldgeister gibt. Ein bisschen gruselig und kalt, oder? Es gibt auch kein Essen und kein warmes Bett, nur einige andere Mönche und Asketen.

Das Wetter ist im Frühling Glückssache, bei Unwetter ist der Aufenthalt noch heute extrem gefährlich. Die Mühen des Mikao Usui haben sich schließlich gelohnt, sowohl für ihn als auch für uns heute. Denn inmitten dieser mystischen Szenerie kam Mikao Usui zu Reiki und wurde so zum Gamechanger.

Bis er der Begründer der Reiki-Methode werden konnte, musste Mikao Usui laut seines Gedenksteins wohl viele Fehlschläge und Spott hinnehmen. Aber er gab nicht auf, typisch Gamechanger eben.

Er muss ein echtes Multitalent gewesen sein, was zum Teil mit seiner Herkunft zusammenhing: Mikao Usui war ein Samurai. Der Samurai-Stand wurde zwar zu seinen Lebzeiten abgeschafft, doch er erhielt in seiner Jugend noch die entsprechende Ausbildung. Dazu gehörte – Du ahnst es sicher schon – intensives Kampfkunst-Training.

Umfassende Bildung

Der Begründer des Reiki-Methode erreichte den höchsten Lehrer-Grad menkyô kaiden sowohl in einer waffenlosen Kampfkunst als auch in einem Stil, in dem Waffen benutzt werden. Auf dem Stundenplan eines jungen Samurai stand aber auch Chinesisch, was anhand literarischer Werke aus dem Konfuzianismus gelernt wurde.

Zudem besuchte er eine Klosterschule des Tendai. Diese Schule hat den Tantrischen Buddhismus, die Buddhistischen Geheimlehren, von der Shingon Schule übernommen. Diese Erziehung war wohl prägend für Mikao Usui, der später buddhistischer Laienmönch – zaike-sô– wurde.

Ob er zur Shingon oder Tendai Schule gehörte, wissen wir nicht genau. Aber das ist auch nicht so wichtig, weil die beiden Schulen geschichtlich ohnehin eng miteinander verwoben sind. Viel bedeutender ist, dass Mikao Usui die Buddhistischen Geheimlehren in seine Reiki-Methode einfließen ließ.

Meister aller Klassen

Auch abgesehen von seiner umfassenden Samurai-Ausbildung war Mikao Usui vielseitig begabt und interessiert. Neben Gamechanger könnte man ihn heute vielleicht auch als Scanner-Persönlichkeit bezeichnen. Von seinem Gedenkstein-Text wissen wir, dass er sich bestens in den verschiedenen spirituellen Bereichen und Disziplinen auskannte.

In der japanischen Fachliteratur wird er als einer der größten Qigong-Meister Japans im 20. Jahrhundert angesehen. Aber er war auch sehr an Geschichte und Medizin interessiert und las viel. Offenbar pflegte er körperliche, geistige und ganzheitliche Übungen gleichermaßen.

Zwischen Tradition und Moderne

Mikao Usui lebte zur Zeit des Umbruchs vom traditionellen zum modernen Japan. Das war prägend für seine Persönlichkeit und sein ganzes Leben. Du kannst Dir vielleicht vorstellen, dass sich die Menschen damals erst einmal orientieren mussten.

Die Frage nach der Balance zwischen dem Erhalt der Tradition und der Einführung von Neuerungen war im ganzen gesellschaftlichen Leben allgegenwärtig.

Das schlägt sich auch in der Reiki-Methode nieder: hier fließen jahrtausendealte buddhistische, daoistische und shintōistische Elemente zusammen, doch wahrscheinlich auch Techniken, die Mikao Usui auf seinen Reisen in den Westen kennenlernte.

So entstand etwas Neues, nie Dagewesenes: Eine spirituelle Methode, die auch ohne jahre- oder jahrzehntelanges Training für Laien verständlich, leicht anwendbar und gleichzeitig hocheffizient ist. Eine Methode für persönliche und spirituelle Entwicklung, die gänzlich säkular ohne jeden religiösen Kontext praktiziert werden könnte.

Damit wir heute Reiki praktizieren können, hat Mikao Usui eine Tradition gebrochen. Das war sicher ein großer Schritt für ihn, waren doch Ehre und Tradition für einen Samurai von höchster Bedeutung. Normalerweise wäre die Reiki-Methode ein Familiengeheimnis gewesen.

Regelbrecher

Du hast vielleicht schon einmal gehört, dass früher in Japan und China Kampfkunst-Stile und spirituelle Praktiken innerhalb von Schulen und Familien weitergegeben wurden. Sie waren also eine Art Betriebsgeheimnis und wurden nicht an Außenstehende weitergegeben.

Noch heute ist es für manche japanische Mönche ein Unding, solches Wissen an Leute aus dem Ausland weiterzugeben. Mikao Usui wollte aber, dass sich Reiki auf der ganzen Welt verbreitet, damit alle Menschen davon profitieren können. Entsprechend unterrichtete er 2000 Personen und bildete ungefähr 20 Reiki-Meister aus.

Wie seine Familie reagierte, wissen wir nicht genau. Es besteht die Möglichkeit, dass er den ein oder anderen Streit in Kauf nehmen musste, um Reiki seiner Überzeugung gemäß unterrichten und verbreiten zu können.

Jetzt kannst Du Dir selbst eine Meinung dazu bilden, wie Mikao Usui wohl zu Ferneinweihungen in der Corona-Krise stehen würde. Ist es in seinem Sinne, Reiki-Meister fertig zu machen, die im Lockdown Reiki-Online-Kurse mit Einweihungen anbieten?

Das Glück einladen

Mikao Usui hat uns fünf Grundsätze hinterlassen, die gemeinhin als „Lebensregeln“ bezeichnet werden. Dabei handelt es sich aber keineswegs um ein strenges, die Freiheit einschränkendes Regelwerk. Vielmehr gibt uns der Begründer der Reiki-Methode seine Anleitung zum Glücklichsein.

Wenn Du Dich mit Achtsamkeit, (Selbst-)Mitgefühl und Selbstfürsorge schon mal beschäftigt hast, dann kannst Du genau diese Themen in den Reiki-Lebensregeln wiedererkennen.

Morgens und abends sollen Reiki-Praktizierende laut Mikao Usui eine kleine Achtsamkeitsmeditation praktizieren und ihre Aufmerksamkeit auf das spirituelle Herz in der Mitte der Brust lenken.

Dann werden die Lebensregeln mit hörbarer Stimme rezitiert. Sie besagen, dass man Ärgern und Melancholie beziehungsweise Sorgen machen sein lassen soll. Das ist im Japanischen so formuliert, dass es sich auf einen selbst und auch auf andere bezieht.

Man soll also sich selbst nicht ärgern und sich nicht ständig Sorgen machen und auch den Mitmenschen keinen Ärger und Sorgen bereiten. Das heißt nicht, dass Du keine negativen Gefühle haben darfst und Dich ständig zusammenreißen sollst. Nur soll man nicht ständig nur das Schlechte sehen und in Negativität versinken.

Moderne Spiritualität

Wie eine positive Grundeinstellung kultiviert werden kann, zeigen uns die weiteren Lebensregeln: Man soll dankbar sein, sich seinem Karma widmen und außerdem zu sich selbst und anderen Lebewesen freundlich sein. Klingt eigentlich ziemlich modern, oder?

Heute gibt es zur Wirkung von Dankbarkeit und (Selbst-)Mitgefühl sogar wissenschaftliche Untersuchungen und eine ganze Menge Ratgeber. Die Genialität des Mikao Usui besteht nicht darin, dass er sich seine Lebensregeln komplett selbst einfach ausgedacht hat.

Sie beruhen auf den 108 Verhaltensregeln des Sūtras der Großen Sonne, die in fünf Kategorien eingeteilt werden. Großartig, aber mal Hand aufs Herz, wahrscheinlich hast Du auch keine Lust, 108 Regeln auswendig zu lernen, oder? Mikao Usui hat sich das schon gedacht.

Der Begründer der Reiki-Methode verfasste deswegen die Lebensregeln auf Grundlage der fünf übergeordneten Kategorien auf einfache und verständliche Weise, dass alle Menschen damit etwas anfangen und ihr Leben so bereichern können. Denn die Botschaft der Lebensregeln ist recht einleuchtend, oder?

Reiki Gamechanger

In einer guten alten Tradition von Gamechangern – Kûkai, der legendäre Begründer der Shingon Schule

Der Idealist am falschen Platz

Eigentlich war Kûkais Laufbahn, der ursprünglich Mao hieß, vorprogrammiert und vorgeplant bis zum Abwinken. Im achten Jahrhundert hatten die Menschen bei Weitem nicht so viele Freiheiten wie heute.

Das Elternhaus und die Herkunft bestimmten maßgeblich darüber den Lebensweg, die Karriere und das Privatleben. So betrachtet hatte Kûkai wirklich Glück, er konnte die Universität besuchen und war für eine Beamtenlaufbahn bestimmt.

Der Großteil der Bevölkerung in Japan hatte unter Hungersnöten und Unwetter-Katastrophen zu leiden, außerdem wurde sie auch noch zu Zwangsarbeit herangezogen. Kûkai war ein sehr mitfühlender Mensch und träumte davon, als Beamter dem Volk helfen zu können. Für seine Vision nahm er es hin, dass das Studium damals extrem anstrengend war.

Aussieben war damals an der Tagesordnung, statt einmal am Ende des Semesters gab es alle zehn Tage richtig heftige Prüfungen. Leider war aber das Wissen, das vermittelt wurde, nicht viel wert. Es ging die ganze Zeit um Auswendiglernen, aber nicht darum, das Wissen in irgendeiner Weise in die Praxis umzusetzen.

Schon gar nicht ermunterte die Universität dazu, Innovationen hervorzubringen, die das Leben verbessern könnten. Kûkai hatte richtig Stress, mit dem Lernen hinterher zu kommen. Er lernte auch nachts, aber als er sich eines Abends unter einen Baum setzte, veränderte sich plötzlich alles: ein alter Mönch sprach ihn an.

Die Morgenstern-Meditation

Stell Dir vor, Du weißt genau, dass Du die Nacht durchlernen wirst, weil Du am nächsten Tag eine Prüfung hast. Das Letzte, was man gebrauchen kann, ist, dass irgendein Passant einen anquatscht, eigentlich… Für Kûkai änderte sich aber dadurch alles, der Mönch war sein Gamechanger.

Zunächst machte der alte Mann ihm klar, dass sein bisheriger Werdegang niemals dazu führen würde, dass Kûkai seinen Traum verwirklichen konnte. Auch eine Beamtenlaufbahn würde ihn nicht in die Lage versetzen, der Bevölkerung zu helfen.

Stattdessen gab der Mönch ihm eine andere Anleitung zum Glücklichsein, nämlich das buddhistische Mantra nobô akasha kyarabaya on arikya mari bori sowaka. Er lernte ihn die Morgenstern-Meditation, die Gumonji hô.

Eine Million Mal sollte Kûkai das Mantra rezitieren, um Glück unter den Menschen verbreiten zu können. Nach ein paar Mantra-Wiederholungen war der alte Mönch genauso schnell verschwunden, wie er aufgetaucht war. Doch Kûkai fühlte sich viel besser, leichter und klar im Kopf.

Gumonji hô bedeutet Methode, das Gehörte zu behalten. Im Tantrischen Buddhismus wird sie angewandt, um die spirituellen Fähigkeiten zu entwickeln und zu steigern. Dabei soll sich auch das Erinnerungsvermögen verbessern und das Lernen leichter fallen.

Kûkai und Usui

Deshalb ist diese Meditation auch heute noch in Japan beliebt. Als buddhistischer Mönch kannte Mikao Usui sie aus seiner Grundausbildung. Vielleicht praktizierte er die Gumonji hô, als er im Kurama-Gebirge unter einem heiligen Baum zu Reiki kam.

Die Entwicklung der spirituellen Fähigkeiten bei sich selbst und seiner Schülerschaft war dem Begründer der Reiki-Methode nämlich so wichtig, dass dieses Anliegen auf seinem Gedenkstein erwähnt wird.

Als Kûkai über 1000 Jahre vor den Lebzeiten Mikao Usuis die Morgenstern-Meditation das erste Mal unter einem Baum praktizierte, war das ein schicksalhafter Moment. Er gab danach alles auf, das Studium, den Traum einer Beamtenkarriere, seine Beziehung, einfach alles.

Seine Eltern waren höchst unbegeistert, dass ihr Sohn nun ungewaschen als Asket im Gebirge meditierte. Aber sie konnten ihn nicht aufhalten, niemand konnte das. Als er sein Mantra eine Million Mal rezitiert hatte, schaute er sich überglücklich den Sonnenaufgang am Meer an.

Dabei gab er sich selbst den Namen Kûkai, was Himmel und Meer bedeutet. Viele Jahre lebte er asketisch und meditierte in einer Höhle und unter Wasserfällen, zu jeder Jahreszeit. Es ist gut möglich, dass Mikao Usui ihn sich zum Vorbild nahm, denn Kûkai sollte noch Herausragendes leisten.

Der Tantrische Buddhismus

Den Berg Kôyasan suchte sich Kûkai als Ort für ein buddhistisches Zentrum aus. Doch bis dahin sollte noch viel Zeit vergehen und Kûkai noch viele Abenteuer erleben. Mal wieder unter einem Baum erhielt er wichtigen Input in Form einer Vision und fand darauf im Kumedera-Tempel das Sûtra des Großen Sonnenbuddhas. Kannst Du Dich daran erinnern?

Aus diesem Sûtra leitete später Mikao Usui die Reiki-Lebensregeln ab. Auch das Meistersymbol im Reiki stammt hieraus. Aber der Haken zu Kûkais Zeiten war, dass damals niemand das Sûtra lesen konnte. In seiner Vision war ihm auch mitgeteilt worden, dass er sich mit den Buddhistischen Geheimlehren, dem Tantrischen Buddhismus, beschäftigen sollte.

Dafür war es am besten, nach China zu gehen. Also lernte Kûkai fleißig Chinesisch und wurde „Vollmönch“. Bisher hatte er zwar auch die ganze Zeit praktiziert, doch offiziell war er ein Laienmönch zaike-sô. Endlich erhielt er die Erlaubnis, nach China gehen zu dürfen, was gar nicht so einfach war.

Ein großes Abenteuer

Die Reise mit dem Schiff war extrem gefährlich und tatsächlich erlitt Kûkai Schiffbruch. Ohne „Papiere“ wurden er und seine Mitreisenden verdächtigt, Piraten zu sein und landeten erst einmal im Gefängnis. Bei seiner Rückkehr nach Japan wurde Kûkai ebenfalls erst einmal eingesperrt. Du siehst, er hatte es wirklich nicht leicht.

Aber die Reise lohnte sich sehr für ihn, denn er wurde vom Patriarchen des Tantrischen Buddhismus Hui-kuo zu dessen Nachfolger bestimmt. Durch das jahrelange Praktizieren der Morgenstern-Meditation lernte er sehr schnell und eignete sich die Inhalte des Tantrischen Buddhismus in Rekordzeit an.

Eigentlich sollte Kûkai zwanzig Jahre in China lernen, doch das war weder erforderlich noch wegen der Situation in China möglich. Im Tantrischen Buddhismus fand Kûkai die Erfüllung seines Lebenstraumes. Die buddhistischen Geheimlehren sind auf Praxis ausgerichtet, nicht auf graue Theorie.

Ein Traum wird wahr

Der Tantrische Buddhismus enthält eine Menge Meditationen und Rituale, mit denen man sich selbst und auch anderen Gutes tun kann. Nachdem Kûkai nach Japan zurückgekehrt war, konnte er schließlich den Kaiser von seiner buddhistischen Richtung überzeugen und begründete die Shingon Schule des Tantrischen Buddhismus in Japan.

Schließlich durfte er auf dem Kôyasan ein Kloster bauen, was er sich viele Jahre zuvor vorgenommen hatte. Aber Kûkai zog sich nicht einfach zurück, um sich nach seinen ganzen Abenteuern und Mühen ein bequemes Leben zu machen.

Er war weiterhin viel unterwegs, war als Lehrer tätig und unterstützte das Volk. Vor allem half er Menschen, die in Not waren. Er gründete auch eine Schule, die aufgrund eines Stipendium-Systems unabhängig von Stand und Vermögen besucht werden konnte.

Ein Gamechanger für alle Fälle

Kûkai hatte sich in China auch für die damalige Zeit modernstes technisches Wissen angeeignet, das seinen Landsleuten zu Gute kam. Im Prinzip machen wir jetzt das Gleiche, indem wir hochwertige Reiki Online Kurse auf die Beine stellen. Kûkai besuchte auf seinen Reisen auch seinen Herkunftsort und ließ dort unter seiner Anleitung ein Staudamm bauen.

Gleichzeitig lehrte er die Menschen Meditationen des Tantrischen Buddhismus. So wurde er für viele Menschen ein echter Gamechanger, der seine ganze Epoche umkrempelte. Ach so, auch die Nudelsuppe und den Grünen Tee hatte er so ganz nebenbei von China nach Japan gebracht.

Kûkais Wunsch, anderen Menschen zu helfen, war auch für Mikao Usui sehr wichtig. Deswegen steht auf seinem Gedenkstein geschrieben, dass den Hilfsbedürftigen geholfen werden soll – eine auffällige Parallele, oder?

Shingon Reiki

Jetzt siehst Du auch, dass Shingon Reiki nicht einfach irgendein Reiki-Stil ist, in dem Reiki mit etwas anderem gemixt wird. Im Shingon Reiki besinnen wir uns auf die Ursprünge des Reiki, auf Mikao Usui und Kûkai sowie ihre Lehren. Da die beiden Gamechanger waren, geht es bei uns aber nicht um starre Tradition mit Scheuklappen.

Wir möchten Reiki auf eine moderne, verständliche Weise vermitteln und dazu gehört zum Beispiel auch das Einbeziehen von Onlinekursen. Mikao Usui wünschte sich, dass Reiki zum Wohle der Menschen auf offene Weise weltweit verbreitet wird.

Hier möchten wir gerne unseren Beitrag leisten und wenn Du dabei sein möchtest, dann ist das umso besser und freut uns sehr!

Möge die Reiki-Kraft mit Dir sein!

Reiki Gamechanger